Japanische Kochkunst
Ist eine Kombination von Schlichtheit und Raffinesse. Die Basis der Küche Japans sind taufrische, saisonale Zutaten. Die Speisen werden möglichst schonend zubereitet, damit ihr eigener Geschmack zur Geltung kommen kann. Die wichtigsten Beilagen sind Reis und Nudeln aus Reis, Buchweizen oder Weizen. Das japanische Gemüse gelten verschiedene Algensorten und Seetang, z. B. Nori, Kombu oder Wakame. Daikon, ein spezieller japanischer Rettich und Daikonsprossen, Bambusschösslinge und Sojasprossen, Chinakohl und Chrysanthemen, Lotoswurzeln und verschiedene Pilze wie etwa der würzige Shiitake.
Fleisch wurde in Japan eher in geringen Mengen gegessen, weil die beiden Hauptreligionen Japans, Shintoismus und Buddhismus das Töten von Tieren ablehnen. Statt Fleisch wird Sojabohnenquark, Tofu, in vielerlei Variationen eingesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert hat die japanische Küche wieder mehr Fleisch integriert. Besonders beliebt ist das Kobe- oder Tajima- Rind. Es bekommt sein Futter und Bier zu klassischer Musik serviert und wird täglich ein bis zwei Stunden lang massiert. Das führt dazu, dass sich das Fett gleichmäßig im Fleisch verteilt. Obwohl in der japanischen Küche viel Wert auf Eigengeschmack gelegt wird, gibt es doch eine Vielzahl von Gewürzen: Viele davon, wie Sojasauce, Miso, Wasabi oder Gomasio werden mittlerweile auch in westlichen Küchen verwendet.
